Lohnt sich Bannerwerbung für kleine Unternehmen?

Nicht jedes Unternehmen startet mit einem großen Koffer voller Geld. Die meisten Gründer können nicht auf Venture Capital oder anderweitig große Finanzspritzen zurückgreifen. Ihnen bleiben nur das angesparte Eigenkapital und vielleicht noch ein Existenzgründungsdarlehen.

Trotz geringem Budget, muss ins Marketing investiert werden. Auch wenn ein tolles Produkt oder eine hervorragende Dienstleistung, die Basis für den Erfolg darstellen. „Wenn es keiner kennt, kann es niemand kaufen.“

Gerade, weil aber das Geld recht knapp ist, ist es wichtig in die richtigen Kommunikationskanäle zu investieren. Mal hier und mal da ein paar Euro reinstecken, wird in den wenigsten Fällen funktionieren. Da kann man dann gleich mal hier ein paar Zahlen und mal da ein paar Zahlen im Lotto verwetten.

Eine recht bekannte und auch heute noch beliebte Art, um auf sich und sein Unternehmen aufmerksam zu machen, sind Banner auf Websites. Diese Art des Marketings gibt es schon so lange, wie es Websites gibt. Früher waren es die blinkenden Teile einer Internetseite, die oft aussahen, wie die Beleuchtung in einer Diskothek. Auch heute gibt es diese Art des Marketings noch, aber viel ausgereifter und besser auf die Zielgruppen optimiert.

Doch lohnt sich der Aufwand und das Geld, welches in Bannerwerbung investiert wird noch? Lohnt es sich für kleine Unternehmen wie es beispielsweise Startups sind heute noch?

 

Wie finde ich die richtige Werbefläche?

Bevor ich auf die Frage eingehe, ob sich Bannerwerbung (auch Display-Advertising genannt) heute noch lohnt, möchte ich noch kurz auf ein paar andere wichtige Grundsätze für die Bannerwerbung eingehen. Erstmal möchte ich ihnen zwei Möglichkeiten zeigen, wie sie überhaupt an Websites, Blogs und Co. kommen.

Der erste Weg um an Werbeplätze für Banner zu kommen, ist die eigen Recherche. Das Internet ist voll von Websites, Blogs aber auch Online Shops, bei welchen eine Anzeigenbuchung möglich ist. Erste Anlaufstelle für Recherchen, ist wie in den meisten Fällen Google. Sie können aber auch soziale Netzwerke wie Facebook, Xing oder Twitter für die Recherche nach interessante Möglichkeiten für die Bannerwerbung durchsuchen.

Sie sehen schon, dass dieser Weg durchaus zeitaufwendig sein kann. Sie müssen ja nicht nur die Seiten raussuchen, sondern auch selektieren. Der Vorteil dabei ist, dass es meist etwas günstiger ist als über den zweiten Weg, welchen ich gleich vorstelle.

Der zweite Weg, auf welchen sie an Werbeplätze für Banner kommen, ist über Vermittlungsplattformen. Auch diese finden sie relativ schnell bei der Suche über Google. Der Vorteil ist, dass das Angebot sehr groß ist und meist sehr gute Selektionsmöglichkeiten vorhanden sind. Der Nachteil dabei ist aber, dass die Vermittler natürlich auch nicht von Liebe und Luft leben können. Das heißt, dass die Kosten in der Regel höher sind, als bei der Eigenrecherche.

 

Das sollten sie unbedingt wissen, bevor sie auf Display-Advertising setzen wollen

Wie bereits erwähnt, haben kleinere Unternehmen wie beispielsweise Startups, nicht das große Budget um sich überall gleichzeitig zu vermarkten. Daher ist es vor der Umsetzung der Marketingbausteine wichtig, die Zielgruppe zu kennen. Sie müssen wissen wer die Kunden ihrer Produkte oder Dienstleistungen sind.

Außerdem sollten sie sich natürlich Gedanken darüber gemacht haben, wie viel Geld ins Display-Advertising gesteckt werden soll. Ich würde dafür am Anfang erstmal schauen, dass Werbeflächen getestet werden können – sagen wir mal ein Monat oder zwei. Wenn das gut funktioniert, dann kann man ja eine langfristige Investition einplanen. Denn auch wenn die Website und Werbefläche darauf gut zu ihrem Unternehmen und ihrer Zielgruppe passt, ist das noch keine Garantie für Erfolg.

Ein dritter Faktor, der für oder gegen eine Werbefläche und natürlich auch für oder gegen Bannerwerbung allgemein sprechen sollte, ist das Ziel, welches sie damit erreichen wollen. Wollen sie mehr direkte Besucher auf ihre Website locken? Wollen sie ihr Unternehmen bekannter machen? Geht es um Markenaufbau oder doch vorrangig um Direktvermarktung? Das sind so Fragen, die sie sich vor einer Marketingumsetzung und natürlich auch vor der Werbeschaltung stellen sollten. Wenn sie wissen, welche Ziele sie erreichen wollen, dann sollten sie Kennzahlen dafür nutzen bzw. schaffen.

Wollen sie beispielsweise (nur) die Bekanntheit steigern, dann ist es wichtig zu wissen wie viele der Besucher der Website, auf der ihre Anzeige zu finden ist, den Werbebanner gesehen haben.

Wollen sie die direkten Verkaufszahlen steigern, ist nicht nur wichtig zu wissen wie viele Websitebesucher auf ihren Banner geklickt haben, sondern auch wie viele davon bei ihnen auch wirklich gekauft haben. Diese Zahl setzen sie dann ins Verhältnis mit den Investitionskosten für den Werbebanner und schon sehen sie ob es sich lohnt oder eher nicht. Wenn sie das über einen längeren Zeitraum wie drei bis vier Monate machen, können sie auch noch feststellen, ob das Vertrauen zu ihnen wächst oder nicht und ob die Werbeanzeige weiterhin einen Sinn macht.

 

Und jetzt zur Frage – lohnt sich Bannerwerbung?

Wenn sie ihre Zielgruppe kennen und sie ihre Kennzahlen für Erfolg oder Misserfolg verstehen, dann heißt es nur noch ausprobieren. Erst wenn sie einen Werbebanner auf einer Seite platziert haben und dieser eine Zeit lang läuft, können sie durch Messen und Optimierung der Werbeanzeige selber erkennen, ob sie ihre Ziele erreichen oder nicht.

Grundsätzlich ist es aber schon so, dass sich Bannerwerbung für kleinere Unternehmen eher nicht so lohnt. Ich halte Marketingkanäle wie Social Media Marketing, SEO und eventuell Adwords für kleinere Firmen, zu denen in der Regel auch Startups gehören, für sinnvoller. Das ist so, weil es schon sehr lange dauert, bis ein Werbebanner auf Menschen wirkt. Einmal sehen, reicht da meist nicht aus um einen Effekt zu haben. Je nach Werbeplatz usw., kostet das natürlich viel Geld und das heißt aber noch lange nicht, dass die Anzeige dann immer auch von den Besuchern einer Website gesehen wird.

Schließlich surfen heute nicht wenige Internetnutzer mit Adblock und Co. Diese helfen diesen Usern, dass sie ihre Werbeanzeige nicht anschauen brauchen. Wenn sie aber einen Werbeplatz pro tausend Seitenaufrufe (TKP) gebucht haben, werden diese mitgezählt obwohl die Seite nicht gesehen wurde.

Content den sie auf Facebook und Co. verbreiten oder Inhalte mit Mehrwert auf Blogs etc., die bei Google ranken, werden dagegen kaum bis überhaupt nicht auszublenden sein. Das ist schon ein gewisser Faktor, der gegen Bannerwerbung und für SEO, Social Media Marketing etc. spricht. Natürlich auch die meist doch relativ hohen Kosten.

FAZIT ZUR FRAGE: In vielen Fällen wird sich Bannerwerbung für kleinere Unternehmen eher nicht lohnen. SEO, Social Media Marketing, PR aber auch Flyer und die gute alte Mund-zu-Mund-Werbung, wird in der Regel mehr Erfolg haben und auch günstiger sein.

Wenn sie dennoch auf Display Marketing setzen wollen, dann ist es sehr wichtig, dass sie mit relevanten Kennzahlen arbeiten, immer versuchen zu optimieren und wie überall im Marketing natürlich die Zielgruppe genau kennen.

 

Affiliate Marketing kann eine Alternative sein

Es gibt ein weiteres Marketinginstrument, mit dem sie eventuell effektiver Bannerwerbung auf Websites und Co. platzieren können. Das läuft über Umwege, ist aber meiner Meinung nach etwas effektiver als die reine Bannerwerbung. Die Rede ist vom Affiliate Marketing. Dafür zahlen sie nicht wie beim klassischen Display Marketing eine monatliche Summe oder TKP, sondern per LEAD oder Sale. Ein LEAD ist beispielsweise die Eintragung in einem Newsletter oder die Anforderung eines Angebots, welches über den Affiliate-Banner auf ihrer Website angefordert wird.

Beim Affiliate Marketing haben sie also eine viel bessere Möglichkeit ihr Budget gewinnbringend einzusetzen. Denn bezahlt wird in der Regel nur der Erfolg. Es gab und gibt auch CPC-Vergütung. Dafür würden sie einen Websitebetreiber nicht für einen Kauf oder ein LEAD auf ihrer Seite bezahlen, sondern für einen Klick auf den Werbebanner. Das ist bei Google Adwords beispielsweise Gang und Gäbe, im Affiliate Marketing aber seltener anzutreffen.

Ich muss aber auch noch dazu schreiben, dass auch Affiliate-Marketing, egal über einen Vermittler oder selber umgesetzt, nicht gerade günstig ist. Was allerdings um einiges besser ist, ist das Kosten-Nutzen-Verhältnis gegenüber reiner Bannerwerbung.

 

In diesem Artikel haben sie meine Sicht der Dinge gelesen. Wenn sie sich nun aber noch mehr mit dem Thema Display Marketing beschäftigen wollen, dann finden sie dazu eine tolle Möglichkeit hier bei onpage.org. Welche Marketingkanäle sie bedienen wollen, bleibt alleine ihnen überlassen. Es gibt keine Garantie für einen Erfolg. Je besser sie die Zielgruppe kennen und je genauer sie Messen und optimieren, desto wahrscheinlicher und schneller stellt sich dann auch ein Erfolg beim Online Marketing ein.

Mein Name ist Josef Altmann, ich komme aus Furth im Wald und bin Fachwirt, Betriebswirt und Online Marketing Consultant IHK. Diese Seite richtet sich an alle, die nach einer erfolgreichen Selbständigkeit streben. Neben „Erfolgreich und Selbständig“ betreibe ich noch weitere Blogs und Websites.

Aufgrund meiner fundierten Ausbildung und langjährigen Erfahrung, biete ich Ihnen auch ein Beratungs- und Dienstleistungsangebot im Online Marketing. Meine Leistungen diesbezüglich finden Sie unter dem folgenden Link.

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