Grundlagen der Buchführung für Online Unternehmer

Buchführung im Online Business – Grundlagen, Tipps und Wissenswertes

Wer sich im Online Business selbstständig macht, muss wie jeder andere Unternehmer bestimmte kaufmännische Regeln beachten. Unter anderem gibt es gesetzliche Vorschriften für eine ordnungsgemäße Buchführung. Man unterscheidet in der Buchhaltung unterschiedliche Methoden. Welche Art der Buchhaltung angewendet werden muss, hängt davon ab, welcher Umsatz erwartet wird. Für Einsteiger ins Online Business gilt, dass sie sich bereits am Start rechtzeitig informieren. Vor allem müssen sämtliche Belege aufbewahrt werden, damit keine Nachweise über Ausgaben und Einnahmen vergessen oder vernachlässigt werden. Von der Höhe des Umsatzes hängt auch ab, ob der junge Unternehmer im Online Business umsatzsteuerpflichtig ist oder nicht. Des Weiteren dienen die Ergebnisse der Buchhaltung zur sonstigen steuerlichen Veranlagung und als Planungsinstrument für den Geschäftsverlauf. Der Unternehmer im Online Business behält mit einer ordentlichen Buchhaltung den laufenden Überblick.

 

Die Pflicht zur Buchführung

Die gesetzlichen Grundlagen findet man im Handelsgesetzbuch (HGB), in der Abgabenordnung (AO) und im Umsatzsteuergesetz (UStG). Verschiedene Stellen und Institutionen geben Auskunft: Das Finanzamt, die Steuerberater und Beratungszentren für Selbstständige beraten über die Anforderungen, die an eine Buchführung im Online Business gestellt werden. Unabhängig davon, welche Art der Buchhaltung angewandt wird, gelten immer die Grundsätze: Wahrheit und Klarheit. Das bedeutet, dass keine Scheinangaben gemacht werden dürfen, alle Vorgänge müssen der Wahrheit entsprechen. Die Buchführung muss transparent und nachvollziehbar sein. Für die Aufbewahrung der Belege gibt es spezielle Vorschriften über den Aufbewahrungszeitraum. Die sogenannten Kleinunternehmer müssen ebenfalls einen Nachweis über ihre Einnahmen und Ausgaben führen. Sie unterscheidet lediglich, dass sie von der Umsatzsteuer befreit sind. Kleinunternehmer ist, wer im Vorjahr beziehungsweise laufenden Jahr einen Umsatz bis 17.500 Euro und im Folgejahr bis maximal 50.000 Euro verzeichnet. Man kann jedoch auch als Kleinunternehmer bereits Umsatzsteuer auf den Rechnungen ausweisen und bei Anschaffungen und Ausgaben Vorsteuer geltend machen. Die Vorgehensweise muss nur einheitlich sein und darf nicht nach Belieben gewechselt werden.

 

Der Unterschied zwischen Einnahmen-/Überschussrechnung und Doppelter Buchführung

Die Einnahmen-/Überschussrechnung ist eine vereinfachte Form der Buchhaltung. Wer im Online Business startet und mit einem anfänglichen Jahresumsatz bis zu höchstens 500.000 Euro und einem Gewinn bis zu 30.000 Euro rechnet, muss nur eine Einnahmen-/Überschussrechnung machen. Angehörige der sogenannten freien Berufe können auch darüber hinaus bei dieser Form der Buchführung bleiben. Bei einem höheren Umsatz beziehungsweise Gewinn muss eine Doppelte Buchführung stattfinden.

Die Einnahmen-/Überschussrechnung stellt die Einnahmen und Ausgaben gegenüber. Dafür ist keine bestimmte Form erforderlich. Die Aufzeichnungen können handschriftlich oder in der EDV erfolgen. Die Belege müssen aufbewahrt werden. Der Gewinn ergibt sich aus dem Saldo der Einnahmen-/Überschussrechnung. Diese Form der Buchhaltung ist sehr übersichtlich und schnell erledigt. Wer die Einnahmen-/Überschussrechnung am PC erledigt, kann sich selbst eine einfache Tabelle mit Hilfe einer Tabellenkalkulation gestalten oder ein Softwareprogramm verwenden.

In der Doppelten Buchführung werden dagegen Konten angelegt, auf denen die Geschäftsvorfälle gebucht werden. Am Anfang eines Geschäftsjahres steht die Eröffnungsbilanz, am Ende die Schlussbilanz. Alle Geschäftsvorfälle werden doppelt erfasst, einmal im Soll und einmal im Haben. In der Praxis bedeutet das, dass ein Konto mit einem Abgang belastet und ein anderes Konto mit einem Zugang belegt wird. Die Konten müssen immer augeglichen sein. Man unterscheidet in der Doppelten Buchführung die Finanzbuchhaltung und die Anlagenbuchhaltung. In der Finanzbuchhaltung werden alle laufenden Kosten, Einnahmen und Ausgaben erfasst, in der Anlagenbuchhaltung Grundstücke, Gebäude, Fuhrpark und Maschinen. Für Unternehmer im Online Business werden die letztgenannten Punkte nur selten eine Rolle spielen. Der Gewinn wird in der Schlussbilanz ermittelt. Für die Doppelte Buchführung gibt es unterschiedliche, leistungsfähige Software, wenn man die Buchhaltung im Online Business selbst erledigen möchte. Wer mit der Doppelten Buchführung arbeitet, muss auch ein Inventar anlegen – also ein Verzeichnis über alles, was im Unternehmen vorhanden ist – und einmal jährlich in der Inventur den Bestand aufnehmen.

Solange die Möglichkeit besteht, mit der Einnahmen-/Überschussrechnung auszukommen, sollte diese Variante angewendet werden. Die Methode ist übersichtlich und spart viel Zeit.

Mein Name ist Josef Altmann, ich komme aus Furth im Wald und bin Fachwirt, Betriebswirt und Online Marketing Consultant IHK. Diese Seite richtet sich an alle, die nach einer erfolgreichen Selbständigkeit streben. Neben „Erfolgreich und Selbständig“ betreibe ich noch weitere Blogs und Websites.

Aufgrund meiner fundierten Ausbildung und langjährigen Erfahrung, biete ich Ihnen auch ein Beratungs- und Dienstleistungsangebot im Online Marketing. Meine Leistungen diesbezüglich finden Sie unter dem folgenden Link.

1 comment on “Grundlagen der Buchführung für Online Unternehmer”

  1. Pierre Antworten

    Hallo … diejenigen, die sich für die Variante Einnahmen-Überschuss-Rechnung entscheiden, können ja grundsätzlich wählen, ob sie es selber machen oder vom Steuerberater machen lassen … sollte man es selber machen, kann man zwischen fertiger Software oder Excel-Vorlagen wählen … eine derartige Excel-Vorlage und andere Anbieter könnt Ihr Euch auf meiner Website anschauen … viel Spaß

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